Bootsübergabe - Theoretischer Teil (3)

Bei der Rückgabe muss sich das Boot im selben Zustand befinden. Sollten während der Nutzungsdauer durch unsachgemäßen Umgang Schäden am Boot oder Motor entstehen, so sind diese dem Vermieter mitzuteilen und vom Mieter bzw. Verursacher zu zahlen.
Es gäbe natürlich auch bei uns in Schweden die Möglichkeit, Boote in der Vermietung gegen jegliche Art von Schäden zu versichern… Allerdings sind die entsprechenden Prämien sehr hoch, was die Mietpreise für euch in jedem Fall deutlich teurer machen würde. Außerdem gibt es bei solchen Verträgen immer auch noch eine sogenannte „Selbstbeteiligung“, also einen gewissen Betrag der bei jedem Schadensfall vom Verursacher selbst zu tragen ist. Bei uns waren in der Vergangenheit bei mehr als 95 Prozent aller Schäden nur die Propeller betroffen, da diese je nach Motorgröße irgendwas um die 1.000 SEK kosten, hätte die Versicherung in keinem dieser Fälle etwas genutzt. Von daher haben wir uns gegen diese Variante entschieden. Wenn ihr also auf Nummer sicher gehen wollt, müsst ihr bei eurer Versicherung nachfragen, ob die in einem durch euch verursachten Schadensfall zahlt…
Damit es aber gar nicht erst soweit kommt, solltet ihr immer, wenn ihr mit dem Boot unterwegs seid daran denken, dass die „unsichtbare“ Landschaft unter euch genauso aussieht wie an Land. Zahllose Felsen und Hügel ragen teils mehrere Meter in die Höhe, und manchmal eben auch bis knapp unter die Wasseroberfläche… Durch den ungünstigen Winkel wirkt diese fast immer wie ein Spiegel und der Fahrer hat eigentlich keine Chance diese Hindernisse frühzeitig zu sehen. Wenn ihr zu zweit auf dem Boot seid, kann der Mitfahrer vorne im Bug durch seinen besseren Blickwinkel die Situation wesentlich besser erkennen, allerdings funktioniert dies auch nur bei langsamer Fahrt im Flachwasser. Da es aber auch in tieferen Gewässern solche gefährlichen Stellen gibt, haben unsere schnelleren Boote ab 20 PS aufwärts immer einen Kartenplotter mit an Bord. Für die kleineren Boote könnt ihr euch gern zusätzlich eine App fürs eigene Handy besorgen, die muss ja nicht über die gesamte Zeit laufen, ist aber bei schwierigen Passagen als Ergänzung zur normalen Seekarte sehr hilfreich…

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